Liebe Mitmenschen,

wir leben in einer Zeit des Wandels. Wohin wir auch sehen, seien es Beziehungen, wirtschaftliche und politische Strukturen, Natur und Umwelt, Spiritualität, überall ist er zu entdecken. Dieser Wandel ist ein Aufruf zuallererst bei uns selbst damit zu beginnen. Es ist ein Aufruf, uns daran zu erinnern wer wir in Wahrheit sind - bedingungslose Liebe. Diese Liebe, die nur wenig mit der Liebe wie wir sie im allgemeinen verstehen zu tun hat, bewirkt eine Veränderung unserer Wahrnehmung. Sie überwindet die Trennung zwischen Ich und Welt. Sie umarmt das Sein und heißt es in all seiner Vielfalt willkommen.
Normalerweise betrachten wir die Welt aus einer wertenden Sicht. Geprägt durch unsere Vergangenheit ( Sozialisation ) teilt unser Verstand die Welt in Gut und Böse. Das sind dann die Kriterien nach denen wir unser persönliches Leben ausrichten, ohne zu bedenken, wir sehr uns diese innere Haltung einengt und in ein eindimensionales Gefängnis sperrt. Wir unterliegen der hoffnungslosen Ansicht, die Welt ( das Leben ) unseren Bedürfnissen anpassen zu können.

Die Welt ( die Wirklichkeit ) ist wie sie ist und fragt uns nicht, ob uns das gefällt.

Wenn wir das beherzigen, kann sich unser Geist öffnen und es entstehen Räume in unserem Innern, die uns eine andere Wahrnehmung gestatten. Wie bereits gesagt: Die Welt - oder man könnte auch sagen, die Wirklichkeit - ist wie sie ist. Doch unsere persönliche Sichtweise auf diese Wirklichkeit, das ist es, was wir verändern können. Jedes Urteil, das wir über ein Geschehen oder einen anderen Menschen fällen, ist letztlich ein Urteil über uns selbst. Meine heutige Überzeugung ist, dass wir keine getrennten Wesen sind und das es keine persönlichen Gedanken oder Gefühle gibt. Persönliche Gedanken oder Gefühle sind eine von unserem Ego heraufbeschworene Illusion, um uns in der Welt der Trennung, Verurteilung und Schuldzuweisung an andere bzw. die Umstände, gefangen zu halten.
Natürlich steht es uns frei in so einer Welt zu leben. Doch wenn wir uns dafür entscheiden, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn das in Depression, Angstzuständen, Schmerz, Trauer und Wut endet.
Unsere Macht liegt nicht darin die Welt zu verändern, unsere Macht liegt darin unsere Sichtweise auf diese Welt zu verändern. Wollen wir dieses Leben aus der Rolle des Ego ( Trennung ) und damit der Angst betrachten oder wollen wir es aus der Sicht des befreiten Geistes und damit der Liebe anschauen. Das ist die Wahl die wir haben und deren wir uns so oft nicht bewusst sind.

Ich möchte diese Einleitung mit einer Aussage Eckhart Tolles beenden:

Das Leben ist der Tänzer und wir sind der Tanz

In diesem Sinne möchte ich Dich/Sie einladen, diesen Weg für eine Weile gemeinsam zu gehen.